Heute entführe ich dich auf eine Reise zu zwei atemberaubenden Orten in der Schweiz, die nicht nur wunderschöne Naturerlebnisse bieten, sondern auch perfekte Kulissen für beeindruckende Tierfotografien darstellen. Dazu findest du Ratschläge für die Organisation und Durchführung deiner eigenen Fotoreise, sowie Aufnahmen von diesen aussergewöhnlichen Standorten.
Tierpark Goldau – Wo die Wildnis zum Greifen nah ist
Unsere erste Station auf dieser fotografischen Reise ist der Tierpark Goldau. Der Park bietet eine Fülle an Fotomöglichkeiten: Von majestätischen Bären über verspielte Hasen bis hin zu eleganten Rehen.
Die Tour startete mit der Fütterungszeit der majestätischen Braunbären, deren ruhige Ausstrahlung in starkem Kontrast zu ihrer physischen Stärke stand. Nach einiger Geduld gelang ein gutes Foto des Bären. Danach habe ich die Störche fotografiert, deren elegante Haltung atemberaubende Porträtaufnahmen ermöglichte. Die flinke Hasen und robuste Ziegen waren die Hauptdarsteller, deren dynamisches Verhalten zu besonders interessanten Bildern führte.


Weiter ging es zum Waldweiher. Dort waren verschiedene Vögel zu sichten, unteranderem Möwen, deren schnelle Bewegungen und luftige Flüge spannende Action-Aufnahmen ermöglichten. Die Enten boten mit ihrem friedlichen Dahingleiten auf dem Wasser idyllische Motive für stille, ruhige Aufnahmen. Die Eulen mit ihren hypnotisierenden Augen und majestätischen Federn, stellten eine Herausforderung dar, da sie in der Dämmerung aktiver sind, aber die Mühe lohnte sich definitiv.


Der Bartgeier, ein beeindruckender Räuber der Lüfte, war der nächste auf meiner Liste. Mit seiner enormen Spannweite bot er ein faszinierendes Motiv. Der Luchs, mit seinem charakteristischen Fell und den spitzen Ohren, war ein weiterer Höhepunkt der Tour. Seine scheue und zurückhaltende Art machte das Fotografieren zu einem spannenden Katz-und-Maus-Spiel. Als dann die Fütterungszeit begann, kroch er aus seinem Versteck. So erwischte ich ihn mit meiner Linse.


In der Wildtierfreilaufzone des Parkes können Sikahirsche und Mufflons frei herumlaufen. Ihre Anmut und Sanftheit, gepaart mit ihrer natürlichen Neugier, boten die perfekte Gelegenheit für naturnahe Porträts und sorgten für einen harmonischen Abschluss meiner fotografischen Reise durch den Tierpark.

Wildbeobachtung in Pontresina – Herausforderung im Engadiner Hochgebirge
Mein jüngstes Abenteuer führte mich ins malerische Engadin nach Pontresina. Begleitet von einem ortskundigen Guide, tauchte ich in die unberührte Natur ein, um Gämse, Rehe und die imposanten Steinböcke in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.
Ausgerüstet mit meiner Kamera und meinem Ersatzakku ging es bergauf durch die schöne Winterlandschaft. Leider hatte ich mein Makroobjektiv nicht dabei, was ein Nachteil war, da die Tiere oft in grosser Entfernung waren. Dadurch sind die Tiere auf meinen Aufnahmen kaum bis gar nicht ersichtlich, wie du hier gut sehen kannst:

Wie du hier gut erkennen kannst, erscheinen die majestätischen Tiere nur als kleine Punkte in der schönen Landschaft. Siehst du im folgendem Bild den Steinbock?

Tipps & Tricks für deine ortsbedingte Naturfotografie
Mit einigen Vorbereitungen kannst auch du die schönen Momente deiner Fotografiereise aufnehmen. Hier sind einige Tipps und Tricks, die ich für angehende Naturfotografen zusammengestellt habe:
Planung und Vorbereitung – Der Schlüssel zum fotografischen Erfolg
Die Planung deiner Fotoreise ist das A und O, wenn es darum geht, die bestmöglichen Bilder aufzunehmen. Bevor ich daher einen Ort besuchte, habe ich frühzeitig das Wetter überprüft und am Abend vor der Reise. So kannst du sicherstellen, dass du für das Wetter entsprechend ausgerüstet bist. Weiter kannst du Vorwegs die Ortschaft über Google Maps und gegebenenfalls über Pläne des Parks erkunden. So kannst du bereits die besten Plätze für deine einmaligen Aufnahmen finden. Beim Tierpark Goldau habe ich zudem auch die Fütterungszeiten der Tiere nachgeschaut, um besonders schöne Momente der Tiere einfangen zu können. Für die Wildbeobachtung in Pontresina, Engadin empfehle ich dir, deine Kenntnisse über das Verhalten der Tiere zu vertiefen, um die Bewegungen der Tiere vorhersagen zu können.
Das richtige Equipment – die Linse für die perfekte Tieraufnahme
Für die Aufnahmen im Tierpark Goldau reichte mir mein Objektiv RF-18-150mm F3.5-6.3 IS STM. Mit diesem konnte ich einen grossen Radius abdecken. Im Engadin jedoch reichte mir das Objektiv leider nicht, wie du oben gesehen hast. Daher kommt einer der wichtigsten Tipps für Wildbeobachtungen in der ortsbasierten Naturfotografie: Habe immer dein Makroobjektiv bei Wildbeobachtungen dabei! Das richtige Equipment ist unerlässlich, um die faszinierenden Details der Wildtiere einzufangen. Achte stets darauf, wohin du gehst, um das passende Objektiv dabei zu haben. Ansonsten werden deine Aufnahmen wie meine leider zu keinen grossartigen Aufnahmen.
Natürliche Umgebung – mach dein Aufnahme zur Wildnis
Auch wenn du in einem Park bist – der wie im Tierpark Goldau umzäunt ist – achte auf deine Umgebung. Schaue dir die Tiergehege als erstes an und achte auf Landschaftselemente, welche du in deine Aufnahme einbauen kannst. Das können Bäume oder auch Felsen sein. Durch diese Komposition kannst du deinen Aufnahmen eine stimmungsvolle Atmosphäre verleihen.
Die Kunst der Beobachtung – Tiere im Fokus
Wie ich in meinem Blogbeitrag zu Makrofotografie bereits erwähnt habe, ist es am besten, an einer geführten Wildbeobachtung teilzunehmen. Dadurch das sich der Guide bestens an diesem Ort auskennt, ist es wahrscheinlicher, dass du die Wildtiere entdeckst. Weiter rate ich dir, die Tiere zuerst in ihrem Verhalten zu beobachten. Achte auf einen Blick, eine Bewegung oder auch eine Geste. Denn dies macht den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen und einem aussergewöhnlichen Bild aus. Wie in meinen bisherigen Blogbeiträgen schon oft erwähnt, ist auch hier wieder Geduld gefragt. Anstelle einfach ein Bild nach dem anderen zu schissen, warte auf den Moment, in dem ein Ausdruck oder eine Bewegung die Geschichte erzählt, die du durch deine Linse erzählen möchtest.
Mit Plan und Linse – Schlüsselmomente der Naturfotografie festhalten
Jeder Schritt in die ortsbasierte Naturfotografie öffnet ein neues Kapitel, eine neue Geschichte, die darauf wartet, durch deine Linse eingefangen zu werden. Denke immer daran, die richtige Ausrüstung sowie eine sorgfältige Planung verhelfen dir zu grossartigen Aufnahmen. Auch wenn ich bei der Wildbeobachtung mit meinen Bildern nicht ganz zufrieden bin, hat mich die Erfahrung gelehrt, wie wichtig es ist, die richtige Ausrüstung dabei zu haben. Damit dir das nicht auch passiert, behalte meine Tipps und Tricks im Hinterkopf. So bist du für deine nächste ortsbasierte Naturfotografie bestmöglich ausgestattet und kannst atemberaubende Bilder mit nach Hause bringen.
Tauche ein in die faszinierende Welt der Naturfotografie und erlebe mit jedem Bild, das ich teile, die unvergleichliche Schönheit der Natur – folge mir auf Instagram und sei Teil meiner Reise.


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